Risikohinweis
Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit dem Risiko des Verlusts des eingesetzten Kapitals verbunden. Lesen Sie diesen Hinweis sorgfältig, bevor Sie mit dem Handel beginnen.
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CFDs sind komplexe und risikoreiche Instrumente
74-89 % der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld beim CFD-Handel.
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Sie können Ihre gesamte Einlage verlieren
Investieren Sie niemals Geld, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können.
Allgemeine Investitionsrisiken
Der Wert jeder Investition kann schwanken -- sowohl nach oben als auch nach unten. Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Beim Handel mit Finanzinstrumenten gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die Sie kennen sollten, bevor Sie Ihren ersten Euro investieren.
Markt- und Finanzrisiken
Marktrisiko -- Vermögenswerte schwanken abhängig von Angebot, Nachfrage und der allgemeinen Marktstimmung. Auch hochwertige Investitionen können kurzfristig an Wert verlieren.
Liquiditätsrisiko -- nicht jedes Vermögensgut kann sofort zum gewünschten Preis verkauft werden. Bei weniger gehandelten Instrumenten können Schwierigkeiten beim Schliessen von Positionen auftreten.
Währungsrisiko -- wenn Sie in Vermögenswerte in Fremdwährungen investieren, können Wechselkursschwankungen Ihre tatsächliche Rendite schmälern, selbst wenn das Asset an Wert gewinnt.
Zins- und Inflationsrisiko -- Zinsänderungen der Zentralbanken beeinflussen den Wert von Anleihen, Aktien und anderen Instrumenten. Gleichzeitig verringert die Inflation die reale Kaufkraft Ihrer Erträge.
Psychologische Risiken
Emotionale Entscheidungen -- Angst und Gier sind die häufigsten Ursachen für schlechte Handelsentscheidungen. Bei Verlusten halten Trader Positionen oft zu lange, bei Gewinnen schliessen sie zu früh.
Übermäßiges Handeln (Overtrading) -- zu häufiges Handeln führt zu hohen Gebühren und schlechteren Ergebnissen. Weniger ist oft mehr.
FOMO und Herdeneffekt -- die Angst, eine Gelegenheit zu verpassen, treibt Anleger zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt in Positionen, typischerweise am Markthoch.
Übermäßiges Selbstvertrauen -- nach einer Serie erfolgreicher Trades unterschätzen Menschen die Risiken und erhöhen ihre Positionen. Genau dann kommen in der Regel die größten Verluste.
Risiken beim CFD-Handel
CFDs (Contracts for Difference) sind komplexe Derivate, mit denen Sie auf Preisbewegungen von Vermögenswerten spekulieren können, ohne diese physisch zu besitzen. Dank der Hebelwirkung können Sie eine wesentlich größere Position kontrollieren als Ihre Einlage -- das bedeutet jedoch, dass sich sowohl Gewinne als auch Verluste vervielfachen.
Prozentsatz der Kleinanlegerkonten, die beim CFD-Handel Geld verlieren:
eToro
XTB
Plus500
Hebel (Leverage)
Ein Hebel von 1:30 (Maximum für Kleinanleger in der EU) bedeutet, dass Sie mit einer Einlage von 1.000 EUR eine Position von 30.000 EUR kontrollieren. Ein Rückgang des Vermögenswerts um nur 3,3 % vernichtet somit Ihre gesamte Einlage.
Margin Call -- sinkt der Wert Ihres Kontos unter die erforderliche Margin, kann der Broker Ihre Positionen automatisch schliessen, auch mit Verlust.
Overnight-Gebühren (Swap) -- für das Halten einer CFD-Position über Nacht fallen Gebühren an, die bei längerfristigem Halten den Gewinn erheblich schmälern.
Weitere CFD-Risiken
Spread und Gebühren -- der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis ist ein versteckter Kostenfaktor. Je größer der Spread, desto weiter muss sich der Markt in Ihre Richtung bewegen, damit Sie profitabel sind.
Slippage und Gaps -- bei schnellen Marktbewegungen oder über das Wochenende kann Ihre Position zu einem deutlich schlechteren Preis eröffnet oder geschlossen werden als erwartet.
Der Broker als Gegenpartei -- bei Market-Maker-Brokern handeln Sie gegen den Broker. Es besteht ein potenzieller Interessenkonflikt, da Ihr Gewinn sein Verlust ist.
Risiken am Devisenmarkt (Forex)
Forex (Devisenmarkt) ist der liquideste Finanzmarkt der Welt mit einem Tagesumsatz von über 6 Billionen USD. Hohe Liquidität bedeutet jedoch nicht geringes Risiko -- ganz im Gegenteil. Währungspaare reagieren auf makroökonomische Daten, Entscheidungen der Zentralbanken, geopolitische Ereignisse und die Marktstimmung. Der Markt ist 24 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche geöffnet, was bedeutet, dass sich der Preis auch dann erheblich bewegen kann, während Sie schlafen.
Bei Forex-Brokern sollten Sie zudem auf Requoting (Preisänderung bei Auftragsausführung), Spread-Erweiterungen in Zeiten geringer Liquidität oder bei Nachrichten und technische Plattformausfälle in kritischen Momenten achten. Handeln Sie stets nur bei regulierten Brokern.
Risiken bei Aktieninvestitionen
Aktien gelten allgemein als weniger riskant als CFDs oder Kryptowährungen, insbesondere bei langfristigen Investitionen. Dennoch bergen sie eine Reihe von Risiken. Der Aktienkurs hängt von der Geschäftsentwicklung des Unternehmens, der Lage in der gesamten Branche und der globalen Wirtschaft ab. Einzelne Unternehmen können in die Insolvenz gehen, ganze Sektoren können von regulatorischen Änderungen betroffen sein und Märkte können lange Phasen des Rückgangs durchlaufen.
Bei Investitionen in ausländische Aktien (z.B. an amerikanischen Börsen) besteht zudem ein Währungsrisiko -- selbst wenn die Aktie in Dollar steigt, kann eine Abwertung des Dollars gegenüber dem Euro Ihren Gewinn erheblich schmälern. Vergessen Sie auch nicht die steuerlichen Pflichten -- Einkünfte aus dem Verkauf von Aktien und Dividenden unterliegen in Deutschland der Besteuerung (Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer).
Risiken bei Kryptowährungen
Kryptowährungen sind extrem volatil und spekulativ. Tägliche Schwankungen von 10-50 % sind keine Ausnahme. Der Wert eines beliebigen Tokens kann auf null fallen. Die Mehrheit der Altcoins hat historisch ihren gesamten Wert verloren.
Der Kryptowährungsmarkt ist in der EU derzeit nicht im gleichen Umfang reguliert wie traditionelle Finanzmärkte (die MiCA-Regulierung wird schrittweise eingeführt). Das bedeutet weniger Anlegerschutz. Zu den Hauptrisiken gehören Hackerangriffe auf Börsen, unwiederbringlicher Verlust des Zugangs bei Verlust der privaten Schlüssel, betrügerische Projekte (Rug Pulls, Fake ICO) und Marktmanipulation durch Grossinvestoren (sog. Whales).
Der häufigste Fehler von Krypto-Einsteigern ist blindes Folgen von Influencern, Spekulation auf unbekannte Token und der Einsatz von Hebeln -- in Kombination mit der Volatilität von Kryptowährungen ist dies ein Rezept für den schnellen Verlust des gesamten Kapitals.
Wie Sie Risiken minimieren können
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Bilden Sie sich weiter
Investieren Sie niemals in etwas, das Sie nicht vollständig verstehen.
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Diversifizieren Sie
Verteilen Sie Ihr Kapital auf verschiedene Anlageklassen, Sektoren und Regionen.
🛡️
Risikomanagement
Verwenden Sie Stop-Loss-Aufträge und richtiges Position Sizing.
Bevor Sie mit dem Handel beginnen
Beginnen Sie mit einem Demokonto -- die meisten Broker bieten ein kostenloses Demokonto mit virtuellem Geld an. Testen Sie Ihre Strategie ohne Risiko.
Erstellen Sie einen Handelsplan -- definieren Sie Ihre Ziele, den maximalen akzeptablen Verlust, Ihre Strategie und Regeln für den Ein- und Ausstieg aus Positionen.
Haben Sie eine finanzielle Reserve -- handeln Sie niemals mit Geld, das Sie für laufende Ausgaben oder den Notfallfonds benötigen.
Beginnen Sie mit wenig Kapital -- der reale Markt ist psychologisch völlig anders als ein Demokonto. Gewöhnen Sie sich schrittweise daran.
Während des Handels
Verwenden Sie immer einen Stop-Loss -- legen Sie Ihren maximalen Verlust pro Trade vorab fest. Verschieben Sie den Stop-Loss niemals weiter vom Einstiegspreis weg.
Beachten Sie das Position Sizing -- riskieren Sie maximal 1-2 % Ihres Kapitals pro Trade.
Kontrollieren Sie Ihre Emotionen -- nach einem grossen Verlust oder Gewinn machen Sie eine Pause. Die schlechtesten Entscheidungen werden unter Emotionseinfluss getroffen.
Führen Sie ein Handelsjournal -- notieren Sie die Gründe für den Einstieg, Ausstieg und die Lehren aus jedem Trade.
Regulierung und Anlegerschutz in der EU und Deutschland
Die Europäische Union gehört zu den am strengsten regulierten Märkten der Welt, was für Kleinanleger eine gute Nachricht ist. Dank der Vorschriften der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) gelten für den CFD-Handel in der EU folgende Beschränkungen:
ESMA-Regeln für Kleinanleger
Hebelbeschränkung -- maximaler Hebel 1:30 für Hauptwährungspaare, 1:20 für Nebenpaare und Gold, 1:10 für Rohstoffe, 1:5 für Aktien, 1:2 für Kryptowährungen.
Schutz vor negativem Kontostand -- der Broker darf keine Nachzahlung über Ihre Einlage hinaus verlangen.
Automatisches Schliessen von Positionen -- der Broker muss Positionen schliessen, wenn die Margin auf 50 % fällt.
Pflicht-Risikohinweise -- jeder Broker muss den Prozentsatz der verlustbringenden Konten angeben.
Einlagensicherung
Segregierte Konten -- Kundengelder müssen von den Mitteln des Brokers getrennt werden. Im Falle einer Insolvenz des Brokers sind sie geschützt.
Entschädigungsregelung -- die Höhe des Schutzes hängt vom Lizenzierungsland des Brokers ab (z.B. Zypern/CySEC: 20.000 EUR, Deutschland/BaFin: 20.000 EUR, UK/FCA: 85.000 GBP).
BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) -- beaufsichtigt den Finanzmarkt in Deutschland. Auf der BaFin-Website können Sie überprüfen, ob ein Broker über eine gültige Lizenz zur Erbringung von Finanzdienstleistungen verfügt (bafin.de).
Wie Sie einen betrügerischen Broker erkennen
Typische Warnsignale:
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Fehlende Regulierung
Hat keine Lizenz von einem anerkannten Regulierer
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Garantierte Renditen
Verspricht garantierte Gewinne ohne Risiko
📞
Aggressiver Verkauf
Drängt auf schnelle Einzahlung und Erhöhung der Beträge
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Blockierung von Auszahlungen
Erschwert oder verzögert Geldabhebungen
Überprüfen Sie den Broker vor der Kontoeröffnung immer auf der Website des zuständigen Regulierers (in Deutschland auf bafin.de. Lesen Sie unabhängige Bewertungen, testen Sie den Kundensupport und studieren Sie die Geschäftsbedingungen sorgfältig. Wenn Sie Zweifel haben, senden Sie kein Geld.
Fazit
Trading ist kein Weg zum schnellen Reichtum. Es ist eine anspruchsvolle Disziplin, die Bildung, Erfahrung, Disziplin und psychische Belastbarkeit erfordert. Statistisch gesehen verliert die Mehrheit der Kleinanleger Geld. Überlegen Sie sorgfältig, ob der Handel für Ihre finanzielle Situation und Ihre Anlageziele geeignet ist.
"Investieren Sie nur Geld, dessen Verlust Sie sich leisten können. Investieren Sie niemals geliehenes Geld."