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Devisenhandel: Funktionsweise - ganz schnell erklärt

Der Devisenhandel funktioniert in etwa wie eine Waage - es werden bei jeder Aktion immer zwei verschiedene Währungen jeweils gleichzeitig gekauft und verkauft. Das Ganze funktioniert im Prinzip folgendermaßen

Entgegen der weit verbreiteten Meinung war die Einführung der europäischen Einheitswährung Euro der Attraktivität von Devisen nicht etwa abträglich. Devisen sind im Gegenteil als Anlage, als Absicherungsinstrument und Spekulationsvehikel populärer denn je. Als wichtigste Entwicklung gilt dabei die Öffnung und Demokratisierung der Devisenmärkte für Privat- und Kleinanleger im Retail-Devisenmarkt, die Verengung der Spreads sowie die markante Verbesserung der Handelsbedingungen für kleinere Händler.

Devisenmarkt-Transaktionen werden bei nahezu allen Investments getätigt. Ob am Aktien- oder Anleihenmarkt, bei Futures und Optionen oder allen anderen Märkten, der Devisenmarkt ist beinahe immer beteiligt. Im internationalen Handel, Import-Export-Geschäft oder zahlreichen anderen Geschäftsbereichen kommt man um den Einsatz einer Art von Devisenmarkt-Transaktion praktisch nicht umhin. Es überrascht daher nicht, dass der Devisenmarkt der weltweit bei weitem größte Markt ist. Er ist etwa 32,5-mal größer als sämtliche Aktienmärkte der Welt zusammen.

EUR/USD = 1,3100 drückt aus, dass Sie für 1 € 1,3100 $ erhalten. Sie können jederzeit auf steigende (LONG) oder fallende (SHORT) Kurse setzen. Wenn Sie bei dem aktuellen Kurs, nachdem Sie Ihre Positionsgröße und evtl. weitere Parameter eingestellt haben, auf "LONG" (oder KAUFEN, "Pfeil nach oben" etc.) drücken, wird beispielsweise für 10.000 Euro eine Position eröffnet. D. h. Ihr Broker kauft 10.000 € und verkauft dafür 13.100 US-Dollar.

Da beide Positionen genau gleich viel wert sind, hat niemand etwas gewonnen oder verloren. Ihre LONG Position ist nun offen. Jetzt steigt der EUR/USD Wechselkurs auf 1,3180 $ an. Sie schließen Ihre Position - d. h. der Broker macht genau das Gegenteil:

Es werden nun die 10.000 € verkauft und dafür erhalten Sie 13.180 $. Abzgl. der noch offenen 13.100 $ macht das einen Überschuss von 80 $ aus, die Sie wieder in € umtauschen, was dann 60,70 € Gewinn ergibt.

Der gerade beschriebene Anstieg von 1,3100 auf 1,3180 ist ein Anstieg um 80 PIPs, der je nach Marktsituation durchaus auch innerhalb einer halben Stunde passieren kann. Sie müssen allerdings in keinem Falle für so einen Trade bereits 10.000 € auf Ihrem Konto bereitstellen - im FOREX Handel wird immer mit einem Hebel gearbeitet.

Je nach Hebelgröße sind, um solche Positionen zu eröffnen, maximal 25 bis 100 € auf dem Konto als "Sicherheit" nötig. Ihr Broker macht das Ganze natürlich auch nicht aus gemeinnützigen Aspekten, sondern finanziert sich in den meisten Fällen über den sogenannten Spread. Kurz gesagt wird hier auf die Kurse noch 1-3 PIPs "draufgeschlagen", d. h. in dem Beispiel oben wäre dann z. B. der Preis beim Schließen der Position nicht bei 1,3180, sondern in Wirklichkeit bei 1,3182 USD - Ihr Broker kassiert die 2 PIPs als Provision. Realistisch betrachtet sollten Sie von so einen Spread also fast gar nichts mitbekommen.

Natürlich können Sie nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse setzen. Bei einer SHORT-Position wird also genau das Gegenteil gemacht - es werden zu Anfang 10.000 € verkauft und dafür 13.100 $ gekauft. Dann fällt EUR/USD z. B. von 1,3100 auf bspw. 1,3008. Sie schließen die Position (stellen diese glatt, wie es im Fachjargon heißt), 13.100 $ werden verkauft und voilà: Sie erhalten dafür rund 10.070,73 €, die, verrechnet mit Ihren vom Broker geliehenen 10.000 €, einen Gewinn von 70,73 € ergeben.

aber warum gerade Devisenhandel?

Der Handel mit Währungen birgt einige Vorteile. Allerdings zuerst einmal ein wichtiger Hinweis: Im Gegensatz zum Aktienhandel o. ä. besteht auch immer die Chance, dass man sein gesamtes Depotkonto "an die Wand fährt". Durch beispielsweise nicht oder in zu weiter Enfernung gesetzte Stop Loss Marken, viel zu große Positionen etc

Devisenhandel

Der Devisenhandel steht bei den meisten Brokern von Sonntagabend bis Freitagabend 24 Stunden am Tag offen! Ideal für Leute, die nicht gerade hauptberuflich Trader oder Millionär sind und sowieso die ganze Zeit vor dem Computer sitzen können. Der Devisenhandel funktioniert sowohl kurz- als auch langfristig. Neben den Tradern, die Vollzeit handeln, gibt es Marktteilnehmer, die Scalping betreiben - ihre Positionen also nur wenige Minuten offen lassen und so z. B. nur 45 Minuten am Tag handeln. Dann gibt es Trader, die eher die langfristigen Zeitfenster für ihren Handel bevorzugen - bei diesen reicht es aus, wenn sie abends mal kurz nach den Positionen schauen. Man kann sich also das individuell passende Zeitfenster aussuchen.

Im Gegensatz zum Aktienhandel können auch schon mit sehr geringer Einlage große Summen bewegt werden. Aufgrund dieser Tatsache ist es rein technisch einfacher, mit 100 € Einlage 30 € Gewinn zu erzielen - suchen Sie einmal nach einer Aktie, bei der dies möglich ist, ohne dass Sie diese mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte lang halten... Frau zeigt Daumen hoch ection