DCF-Rechner

Dieser DCF-Rechner schätzt den inneren Wert einer Aktie mit der Methode der diskontierten Cashflows. Er funktioniert für US-Aktien (NYSE, NASDAQ), europäische Titel und weitere internationale Märkte.

FX RedaktionAktualisiert: 10. Juli 2026So verwenden Sie ihn

Modus

Eingabe

Währung

Cashflow

%

Bewertung

%
%
J

Kapitalstruktur

Fairer Preis je Aktie

348

Enterprise Value
179.1 B
Equity Value
174.1 B
Potenzial/Abschlag
+132.2 %
% aus Terminal
64 %

Projektion

FCFFBarwert
12345678910
Details
JahrFCFAbz.BW
15.8 B1.10×5.2 B
26.6 B1.21×5.5 B
37.6 B1.33×5.7 B
48.7 B1.46×6.0 B
510.1 B1.61×6.2 B
611.6 B1.77×6.5 B
713.3 B1.95×6.8 B
815.3 B2.14×7.1 B
917.6 B2.36×7.5 B
1020.2 B2.59×7.8 B
BW Terminal114.8 B
Enterprise Value179.1 B
Sensitivitätsanalyse
WACC \ g2.0 %2.5 %3.0 %3.5 %4.0 %
8.0 %452 483 520 565 621
9.0 %375 395 419 447 481
10.0 %318 332 348 367 389
11.0 %274 284 296 309 324
12.0 %239 247 255 265 275

Das DCF-Modell ist eine vereinfachte Schätzung. Dieser Rechner stellt keine Anlageberatung dar.

Wichtiger Hinweis

Das DCF-Modell beruht auf Projektionen künftiger Cashflows, die viele Annahmen enthalten. Die Berechnungen sind Näherungswerte; der reale Marktwert kann abweichen. Konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater und ziehen Sie mehrere Bewertungsmethoden heran.

Zwei Modi — einfach für eine schnelle Schätzung durch direkte Eingabe des FCF und erweitert für ein vollständiges Modell auf Umsatzbasis. Im erweiterten Modus lassen sich einzelne Positionen deaktivieren — eine deaktivierte Position zählt in der Berechnung wie in der Detailtabelle als null. Die Währung (USD, EUR, HUF) ist umschaltbar. Geben Sie die Finanzdaten als ganze Zahlen direkt aus den Abschlüssen ein.

So verwenden Sie den DCF-Rechner

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Das Modell der diskontierten Cashflows (DCF) schätzt den inneren Wert einer Aktie aus ihren künftigen Cashflows. Der Rechner bietet zwei Eingabestile (FCF oder Umsatz) und einen einfachen/erweiterten Modus.

  1. 1

    Eingabe und Modus wählen

    Im Modus Aus FCF geben Sie den Free Cashflow direkt ein; im Modus Aus Umsatz geben Sie Umsatz, EBIT-Marge und Steuersatz ein. Der erweiterte Modus ergänzt Abschreibungen, CAPEX, NWC und das Wachstum der Phase 2.

  2. 2

    Bewertungsparameter ausfüllen

    WACC (Abzinsungssatz, typischerweise 7–15 %), ewiges Wachstum (2–3 %), Prognosehorizont (5–10 Jahre), Nettoverschuldung und Anzahl der Aktien. Optional der aktuelle Marktpreis für die Berechnung von Potenzial/Abschlag.

  3. 3

    Ergebnis ablesen

    Sie erhalten den fairen Preis je Aktie, Enterprise und Equity Value, das Potenzial bzw. den Abschlag in %, den Anteil des Werts aus dem Terminal sowie eine Sensitivitätstabelle (Matrix WACC × ewiges Wachstum).

Was DCF ist und warum jeder Anleger es kennen sollte

DCF (Discounted Cash Flow, diskontierte Cashflows) ist eine der meistgenutzten Methoden, um zu ermitteln, wie viel eine Aktie „eigentlich“ wert sein sollte. Die Idee ist geradlinig — ein Unternehmen ist so viel wert wie das Geld, das es in Zukunft erwirtschaftet. Der Haken: Ein Euro in fünf Jahren ist weniger wert als ein Euro heute (wegen Inflation, Risiko und der Opportunitätskosten des Geldhaltens). Künftige Cashflows werden deshalb „diskontiert“ — auf den heutigen Wert umgerechnet.

Das Ergebnis einer DCF-Analyse ist eine Schätzung des fairen (inneren) Preises je Aktie. Diesen vergleichen Sie mit dem tatsächlichen Marktpreis. Liegt der faire Wert deutlich höher, kann die Aktie unterbewertet sein — und umgekehrt. Der Rechner funktioniert für US-Aktien (NYSE und NASDAQ), europäische Titel und weitere internationale Märkte — einfach die Währung umschalten.

Einfacher Modus

Sie brauchen nur vier zentrale Eingaben: den FCF des Unternehmens (wie viel Geld es jährlich erwirtschaftet), das erwartete FCF-Wachstum, den WACC (Abzinsungssatz) und das ewige Wachstum. Ergänzen Sie die Anzahl der Aktien, die Nettoverschuldung und optional den aktuellen Kurs. Die gesamte Berechnung dauert wenige Sekunden. Geben Sie die Finanzdaten (Umsatz, FCF, Verschuldung, Aktien) als ganze Zahlen für die letzten zwölf Monate (TTM) ein — fügen Sie einfach die rohe Zahl aus den Abschlüssen ein. Der Rechner formatiert die Zifferngruppen für bessere Lesbarkeit.

Den FCF eines Unternehmens finden Sie auf Finanzportalen (Yahoo Finance, Macrotrends, Finviz) oder im Geschäftsbericht unter „Free Cash Flow“ — operativer Cashflow minus Investitionsausgaben.

Erweiterter Modus

Wenn Sie das Modell feiner abstimmen möchten, wechseln Sie in den erweiterten Modus. Hier gehen Sie vom Umsatz aus, und der Rechner leitet Schritt für Schritt das operative Ergebnis (EBIT) und den versteuerten operativen Gewinn (NOPAT) ab, addiert die Abschreibungen und zieht CAPEX sowie die Veränderung des Working Capital ab. Das Ergebnis ist der FCFF — der freie Cashflow für das Unternehmen.

Jede optionale Eingabe (Umsatzwachstum, Marge, Steuer, Abschreibungen, CAPEX, NWC) lässt sich per Checkbox deaktivieren. Ein deaktiviertes Feld zählt in der Berechnung als null und verschwindet aus der Detailtabelle. Pflichtfelder sind mit einem blauen Punkt markiert — ohne sie läuft das Modell nicht.

Woher Sie die Zahlen bekommen

Die häufigste Frage von Einsteigern. Die schnelle Übersicht:

Umsatz — Gewinn- und Verlustrechnung, oberste Zeile. Auf Yahoo Finance: Financials → Income Statement. Verwenden Sie die letzten zwölf Monate (TTM) und fügen Sie die ganze Zahl ein — z. B. einen Umsatz von 394.328.000.000 geben Sie als 394328000000 ein; der Rechner zeigt ihn als 394 328 000 000 an.

EBIT-Marge — operatives Ergebnis geteilt durch den Umsatz. Manche Portale zeigen sie direkt an.

FCF — Kapitalflussrechnung. Auf Yahoo Finance: Financials → Cash Flow → Free Cash Flow. Wieder TTM, rohe Zahl einfügen.

WACC (Abzinsungssatz) — es gibt keine einzelne kanonische Quelle. 10 % sind ein sicherer Ausgangspunkt. Genauer wird er aus den Eigenkapitalkosten (CAPM) und den Fremdkapitalkosten berechnet. Seiten wie gurufocus.com veröffentlichen den WACC für einzelne Unternehmen.

Anzahl der Aktien — Yahoo Finance, Statistics → Shares Outstanding. Verwenden Sie die verwässerte (diluted) Anzahl. Fügen Sie die ganze Zahl ein — z. B. 15 115 000 000.

Nettoverschuldung — Gesamtverschuldung minus liquide Mittel aus der letzten Bilanz. Auf Yahoo Finance: Financials → Balance Sheet. Ganze Zahl einfügen.

Was die Ergebnisse bedeuten

Fairer Preis je Aktie ist die zentrale Ausgabe des Modells. Er wird berechnet, indem der Gesamtwert des Unternehmens (Enterprise Value) genommen, die Nettoverschuldung abgezogen und durch die Anzahl der Aktien geteilt wird.

Enterprise Value ist die Summe aller diskontierten künftigen Cashflows einschließlich des Endwerts. Er steht für den Gesamtwert des Unternehmens — für Eigentümer wie für Gläubiger.

Equity Value ist der Enterprise Value nach Abzug der Nettoverschuldung. Das ist der Teil, der den Aktionären zusteht.

Potenzial / Abschlag zeigt, um wie viel Prozent der berechnete faire Preis über oder unter dem aktuellen Marktpreis liegt. Eine positive Zahl (grün) signalisiert Unterbewertung, eine negative (rot) Überbewertung.

% aus Terminal gibt an, welcher Anteil der Gesamtbewertung aus dem Endwert stammt. Übersteigt er 80 %, hängt das Ergebnis stark von den langfristigen Annahmen ab — den am wenigsten verlässlichen.

Gordon Growth vs Exit Multiple

Der Rechner bietet zwei Wege, den Endwert zu berechnen:

Das Gordon-Modell ist der theoretische Weg. Es unterstellt, dass das Unternehmen nach dem Prognosezeitraum für immer mit konstanter Rate wächst (typischerweise 2–3 %). Die Formel ist einfach: Endwert = FCF des nächsten Jahres geteilt durch (WACC minus ewiges Wachstum). Die zentrale Regel — das ewige Wachstum muss niedriger sein als der WACC, sonst funktioniert die Formel nicht mehr.

Exit Multiple ist der praktischere Weg. Es nimmt das EBITDA des letzten Prognosejahres und multipliziert es mit dem Multiplikator, zu dem vergleichbare Unternehmen der Branche gehandelt werden. Werden Technologieunternehmen zu 15× EBITDA gehandelt, verwenden Sie diesen Multiplikator. Der Vorteil: Er spiegelt direkt die Marktrealität wider.

Empfehlung — berechnen Sie beides. Kommen ähnliche Zahlen heraus, sind die Eingabeannahmen vermutlich vernünftig. Weichen sie deutlich voneinander ab, lohnt es sich, sie zu überdenken.

So lesen Sie die Sensitivitätstabelle

Die Sensitivitätstabelle ist vermutlich der nützlichste Teil des Rechners. Sie zeigt, wie sich der faire Preis verändert, wenn Sie am WACC oder am ewigen Wachstum drehen. Die Zeilen entsprechen verschiedenen WACC-Werten, die Spalten verschiedenen Raten des ewigen Wachstums.

Grüne Zellen bedeuten, dass die Aktie bei dieser Kombination weiterhin unterbewertet wäre. Rote Zellen stehen für Überbewertung. Die blau hervorgehobene Zelle entspricht den Werten, die Sie gerade eingegeben haben.

Die Schlüsselfrage — in wie vielen Zellen ist die Aktie unterbewertet? Ist der Großteil der Tabelle grün, ist die Bewertung relativ robust. Ist nur ein schmaler Streifen bei den optimistischsten Annahmen grün, steht die Investmentthese auf wackligen Beinen.

Die wichtigsten Grenzen des DCF-Modells

DCF ist ein mächtiges Werkzeug, hat aber klare Grenzen, die man kennen sollte:

Empfindlichkeit gegenüber den Eingaben — eine Änderung des WACC um 1 % kann das Ergebnis um 20–30 % verschieben. Deshalb sind die Sensitivitätsanalyse und ein konservativer Umgang mit den Annahmen so wichtig.

Konstante Annahmen — der Rechner verwendet über den gesamten Prognosezeitraum dieselbe Marge und dieselbe Wachstumsrate. Reale Unternehmen durchlaufen Phasen — schnelles Wachstum, Abkühlung, Reife. Anspruchsvollere Modelle arbeiten mit jahresspezifischen Annahmen.

Endwert — oft 60–80 % des Gesamtergebnisses, obwohl er 10+ Jahre künftiger Cashflows abbildet. Es ist eine Schätzung, die auf einer Schätzung aufbaut.

Was das Modell ignoriert — Qualität des Managements, Markenstärke, Wettbewerbsvorteile, regulatorisches Risiko, das Makroumfeld, Einmaleffekte, mögliche Übernahmen oder Umbrüche in der Branche.

Unternehmen, bei denen DCF an Grenzen stößt — verlustbringende Start-ups, Banken (andere Bilanzstruktur), stark zyklische Unternehmen (Stahl, Öl), Unternehmen in der Restrukturierung.

Häufige Fragen

+Was ist das DCF-Modell und wozu dient es?
DCF (Discounted Cash Flow, diskontierte Cashflows) ist eine Bewertungsmethode, die den Wert eines Unternehmens aus seinen erwarteten künftigen Cashflows schätzt. Vereinfacht: Wie viel Geld erwirtschaftet das Unternehmen in Zukunft, und was ist das heute wert. Das Ergebnis ist eine Schätzung des fairen Preises je Aktie, die Sie mit dem aktuellen Marktpreis vergleichen.
+Woran erkenne ich, dass eine Aktie unterbewertet ist?
Liefert das DCF-Modell einen fairen Preis über dem aktuellen Marktpreis, kann die Aktie unterbewertet sein. Bei einem fairen Wert von 250 € und einem Marktpreis von 180 € beträgt das Kurspotenzial beispielsweise 39 %. Sinnvoll ist dennoch immer eine Sicherheitsmarge (Margin of Safety) von mindestens 20–30 %.
+Was ist der WACC und welchen Wert sollte ich verwenden?
Der WACC (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten) ist der Abzinsungssatz und spiegelt das Risiko der Investition wider. Bei großen, stabilen Unternehmen liegt er meist bei 7–9 %. Mittelgroße Unternehmen 9–12 %. Kleine oder schnell wachsende Unternehmen 12–15 % und mehr. Wenn Sie unsicher sind, sind 10 % ein vernünftiger Ausgangspunkt.
+Wo finde ich den FCF eines Unternehmens?
Den FCF finden Sie in der Kapitalflussrechnung (Cashflow-Statement), die Teil des Geschäftsberichts ist. Er berechnet sich als operativer Cashflow minus Investitionsausgaben (CAPEX). Finanzportale wie Yahoo Finance, Finviz oder Macrotrends zeigen den Free Cash Flow meist als eine einzelne Position an.
+Was ist der Unterschied zwischen dem einfachen und dem erweiterten Modus?
Im einfachen Modus geben Sie den FCF des Unternehmens und das erwartete Wachstum direkt ein. Im erweiterten Modus bauen Sie das Modell von Grund auf: Umsatz, EBIT-Marge, Steuersatz, Abschreibungen, CAPEX und Veränderung des Working Capital. Der erweiterte Modus ist genauer, weil er die Kostenstruktur explizit modelliert.
+Was ist der Endwert und warum ist er so wichtig?
Der Endwert (Terminal Value) erfasst den Wert des Unternehmens jenseits des Prognosezeitraums — vom 6. oder 11. Jahr bis in die Unendlichkeit. Er macht in der Regel 60–80 % der Gesamtbewertung aus. Deshalb ist eine konservative Rate für das ewige Wachstum (2–3 %) so wichtig.
+Welche Rate für das ewige Wachstum sollte ich wählen?
Das ewige Wachstum sollte dem langfristigen Wachstumstempo der Wirtschaft entsprechen — typischerweise 2–3 %. Es muss immer niedriger sein als der WACC. Für Unternehmen aus entwickelten Märkten sind 2,5 % ein vernünftiger Ausgangswert.
+Gordon Growth oder Exit Multiple — was ist besser?
Das Gordon-Modell unterstellt dauerhaftes, stabiles Wachstum. Exit Multiple multipliziert das EBITDA des letzten Jahres mit einem Marktmultiplikator und ist praktischer. Berechnen Sie idealerweise beides und vergleichen Sie.
+Warum weicht das DCF-Ergebnis so stark vom Marktpreis ab?
DCF reagiert empfindlich auf die Eingaben — schon eine kleine Änderung des Wachstums oder des Abzinsungssatzes verschiebt das Ergebnis deutlich. Der Marktpreis spiegelt zudem Stimmung, Spekulation und kurzfristige Faktoren wider, die DCF nicht erfasst.
+Lässt sich DCF auf jedes Unternehmen anwenden?
DCF funktioniert am besten bei Unternehmen mit stabilen, vorhersehbaren Cashflows — typischerweise reife, profitable Betriebe. Für Start-ups ohne positiven FCF, Banken, stark zyklische Unternehmen oder Unternehmen in der Restrukturierung ist DCF weniger geeignet. Für sie bieten sich andere Methoden an (P/E, P/B, EV/EBITDA).
+Was bedeutet Margin of Safety?
Die Margin of Safety (Sicherheitsmarge) ist die Differenz zwischen dem berechneten inneren Wert und dem Preis, den Sie tatsächlich zahlen. Zeigt das DCF einen fairen Wert von 300 €, bedeutet eine Margin of Safety von 30 %, dass Sie erst ab 210 € oder darunter kaufen.
+Wie lese ich die Sensitivitätstabelle?
Die Sensitivitätstabelle zeigt den fairen Preis je Aktie für verschiedene Kombinationen aus WACC (Zeilen) und ewigem Wachstum (Spalten). Grüne Zellen zeigen Unterbewertung an, rote Überbewertung. Die blau hervorgehobene Zelle entspricht den Werten, die Sie eingegeben haben.

Praktische Tipps

Bleiben Sie konservativ — besser das Wachstum unterschätzen und das Risiko überschätzen. Wenn eine Aktie selbst unter konservativen Annahmen günstig aussieht, ist das ein stärkeres Signal als ein optimistisches Modell, das eine leichte Unterbewertung zeigt.

Kombinieren Sie mit anderen Methoden — prüfen Sie das DCF-Ergebnis gegen das P/E-Multiple, EV/EBITDA und die Bewertungen der Wettbewerber. Zeigen alle Methoden in dieselbe Richtung, ist die Schlussfolgerung robuster.

Aktualisieren Sie das Modell — die Eingaben ändern sich mit jedem Quartalsbericht. Ein Modell auf Basis ein Jahr alter Daten kann deutlich neben der aktuellen Realität liegen.