Fonds-vs.-ETF-Gebührenrechner

Eine Anlage von 20.000 € in einen aktiven Fonds mit 2 % jährlicher TER kostet über 25 Jahre mehr als 40.000 € zusätzlich gegenüber einem ETF mit 0,2 %. Rechnen Sie unten selbst nach.

FX RedaktionAktualisiert: 10. Juli 2026So verwenden Sie ihn

Gemeinsame Parameter

€/Mon.
J
%
%
%
Szenario A — teurer
%
%
Szenario B — günstiger
%
%

Szenario A (Gebühr 2,0 %)

€221,061

Gezahlte Gebühren gesamt: €47,820

Differenz — was die höhere Gebühr kostet

€102,766

46 % weniger als Szenario A

Szenario B (Gebühr 0,2 %)

€323,827

Gezahlte Gebühren gesamt: €6,252

Portfoliowert über die Zeit

Szenario A (2,0 %)Szenario B (0,2 %)
0 €125 K €250 K €375 K €500 K €Jahr 0Jahr 3Jahr 6Jahr 9Jahr 12Jahr 15Jahr 18Jahr 21Jahr 24
Jahr-für-Jahr-Aufstellung
JahrSzenario ASzenario BDifferenzKum. Gebühren AKum. Gebühren B
1€22,990€24,105€1,115€421€44
2€26,801€28,541€1,741€915€96
3€30,847€33,336€2,490€1,488€157
4€35,142€38,519€3,377€2,143€229
5€39,703€44,121€4,418€2,888€311
6€44,545€50,176€5,631€3,726€405
7€49,686€56,721€7,035€4,663€511
8€55,143€63,794€8,651€5,706€631
9€60,937€71,440€10,502€6,862€765
10€67,089€79,703€12,614€8,136€915

Dieser Rechner dient nur zur Orientierung. Tatsächliche Renditen und Gebühren können abweichen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Rechner dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken — er stellt keine Anlageberatung dar. Die Berechnungen sind Näherungswerte; trotz sorgfältiger Arbeit können Rundungsfehler oder technische Fehler auftreten. Reale Renditen, Gebühren, Inflation und Steuern können von den eingegebenen Werten abweichen, und vergangene oder prognostizierte Renditen sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater.

Gebühren sind der versteckte Feind des Langfristanlegers. Ein Unterschied von 1–2 % wirkt vernachlässigbar; über 20–30 Jahre wachsen daraus jedoch Zehntausende Euro. Der Rechner unten stellt zwei Szenarien nebeneinander — typischerweise einen aktiven Fonds gegen einen günstigen ETF mit 0,2 % TER — und zeigt die reale Wirkung der Gebühr auf den Endwert.

So verwenden Sie den Rechner in 3 Schritten

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  1. 1

    Gemeinsame Parameter eingeben

    Legen Sie Anfangseinlage, monatliche Sparrate, Anlagehorizont und erwartete Bruttorendite fest. Sie sind in beiden Szenarien identisch, sodass die Gebühr die einzige verglichene Variable ist.

  2. 2

    Gebühren beider Szenarien festlegen

    Geben Sie in Szenario A die Gebühren Ihres aktuellen Fonds ein (jährliche TER + Ausgabeaufschlag). In Szenario B die Gebühren der Alternative, die Sie in Betracht ziehen.

  3. 3

    Ergebnis ablesen

    Die rote Box in der Mitte zeigt die Differenz — den konkreten Betrag, den die höheren Gebühren Sie kosten. Die Tabelle zeigt die Aufschlüsselung Jahr für Jahr.

Über 40.000 € an Gebühren verloren — wie es dazu kommt

Stellen Sie sich zwei Anleger vor. Beide zahlen einmalig 20.000 € ein und legen 25 Jahre lang 200 € monatlich nach. Beide erzielen dieselbe Bruttorendite von 8 % pro Jahr. Der einzige Unterschied: Der erste zahlt 2 % Jahresgebühr in einem Fonds, der zweite 0,2 % in einem ETF. Das Ergebnis — eine Differenz von mehr als 40.000 €.

Das ist keine Hypothese — es sind exakt die Voreinstellungen des Rechners oben. Der Grund ist mechanisch: Die Gebühr wird auf das gesamte Portfolio erhoben, nicht auf die Einzahlungen. Im 15. Jahr fallen die 2 % nicht mehr auf 20.000 € an, sondern auf einen sechsstelligen Betrag einschließlich aller aufgelaufenen Erträge. Die Bremse wird jedes Jahr stärker.

So verwenden Sie den Rechner in 3 Schritten

Schritt 1 — Gemeinsame Parameter eingeben

Legen Sie Anfangseinlage, monatliche Sparrate, Anlagehorizont und erwartete Bruttorendite fest. Sie sind in beiden Szenarien identisch, sodass die Gebühr die einzige verglichene Variable ist.

Schritt 2 — Gebühren beider Szenarien festlegen

Geben Sie in Szenario A die Gebühren Ihres aktuellen Fonds ein (jährliche TER + Ausgabeaufschlag). In Szenario B die Gebühren der Alternative, die Sie in Betracht ziehen.

Schritt 3 — Ergebnis ablesen

Die rote Box in der Mitte zeigt die Differenz — den konkreten Betrag, den die höheren Gebühren Sie kosten. Die Tabelle zeigt die Aufschlüsselung Jahr für Jahr.

Was die „jährliche Gebühr“ wirklich bedeutet und wo Sie sie finden

Suchen Sie im Factsheet des Fonds nach der TER (Total Expense Ratio) oder den „laufenden Kosten“. Sie umfasst Fondsverwaltung, Administration und jeden wiederkehrenden Kostenpunkt — eine einzige Zahl, die sagt, welcher Anteil des Portfolios jedes Jahr in Gebühren abfließt.

Typische europäische Spannen: Aktiv verwaltete Investmentfonds verlangen üblicherweise 1,5–2,5 % pro Jahr. Index-ETFs bewegen sich zwischen 0,05–0,30 %. Robo-Advisor (Trade Republic, Scalable Capital, Vanguard LifeStrategy und ähnliche) liegen insgesamt meist bei 0,5–1,2 %.

Wo Sie die TER Ihres Fonds finden: im KID (Basisinformationsblatt) — in der EU für jeden Publikumsfonds verpflichtend. Sie finden es auf der Website der Fondsgesellschaft oder auf Plattformen wie Morningstar und justETF.

Ausgabeaufschläge: die versteckte Steuer auf jede Einzahlung

Der Ausgabeaufschlag (auch „Front-End Load“ oder „Zeichnungsgebühr“) wird von jedem eingezahlten Euro abgezogen — von der Einmalanlage ebenso wie von jeder monatlichen Sparrate. Bei Fonds, die über Banken oder Berater verkauft werden, liegt er meist bei 1–5 %. Das bedeutet: Von einer monatlichen Sparrate von 200 € mit 3 % Ausgabeaufschlag fließen nur 194 € in den Fonds. Über 25 Jahre wachsen allein die Ausgabeaufschläge auf die regelmäßigen Einzahlungen auf einen vierstelligen Betrag an.

ETFs, die über einen Online-Broker gekauft werden, haben in der Regel keinen Ausgabeaufschlag — nur die Transaktionsgebühr des Brokers pro Order, oft wenige Euro oder auf provisionsfreien Plattformen sogar null.

Inflation: was das Ergebnis real wert ist

Der Rechner kann das Ergebnis optional in reale Kaufkraft umrechnen. Setzen Sie einfach den Inflationsparameter über null — in der Tabelle erscheint eine zusätzliche Spalte mit dem inflationsbereinigten Wert für beide Szenarien. Bei 8 % nominaler Rendite und 3 % Inflation liegt die reale Rendite bei rund 5 %. Über 25 Jahre ist der Unterschied zwischen nominalem und realem Wert groß, und es lohnt sich, ihn im Blick zu behalten.

Beispiel aus der Praxis: Bankfonds vs. Online-Broker

Fonds über die Bank ETF über den Broker
Jährliche Gebühr (TER)2,0 %0,2 %
Ausgabeaufschlag3,0 %0 %
Anfangseinlage20.000 €
Monatliche Sparrate200 €
Horizont25 Jahre
Bruttorendite8 % pro Jahr

Prüfen Sie das Ergebnis im Rechner oben nach — es sind die Voreinstellungen. Die Differenz übersteigt 40.000 €, und das ist der reale Preis dafür, im teureren Produkt zu bleiben. Beide Szenarien rechnen mit derselben Bruttorendite; in der Praxis schlägt die Mehrheit der aktiv verwalteten Fonds den Index langfristig nicht, sodass der reale Unterschied meist noch größer ausfällt.

Was der Rechner nicht abbildet

Das Modell unterstellt eine konstante Jahresrendite, die die reale Volatilität nicht widerspiegelt — in der Praxis gibt es positive wie negative Jahre. Es berücksichtigt keine Steuern (die Regeln unterscheiden sich je nach Land — Kapitalertragsteuer, Dividendensteuer und steuerbegünstigte Konten verändern das Bild), keine Rücknahmegebühren, keine Gebühren für den Fondswechsel und kein Währungsrisiko bei ETFs in Fremdwährung. Es ist ein illustratives Modell, das die Wirkung einer einzigen Variablen — der Gebühren — für einen sauberen Vergleich isoliert.