POTATO Kartoffeln Preis
Kartoffeln wird derzeit zu 2,40 $ je 100 kg gehandelt (≈ 2,04 €) — 87,03 % unter dem 12-Monats-Hoch. In den letzten 12 Monaten verlor der Preis 75,00 %, wobei sich die Jahresspanne zwischen 2,30 $ und 18,50 $ bewegte. Die 24-Stunden-Bewegung ist minimal (±0,00 %).
Kartoffeln Chart
Interaktiver Chart und 30-Tage-Überblick
Der Kartoffeln-Chart zeigt, wie sich der Preis von Kartoffeln im Zeitverlauf entwickelt hat. Die interaktive Ansicht erlaubt es, den Zeitraum zu ändern (von 7 Tagen bis MAX), die Währung (USD / EUR) zu wechseln und gleitende Durchschnitte einzublenden. Klicken Sie auf zwei beliebige Punkte, um die prozentuale Veränderung zwischen diesen Daten zu messen.
Wie wird Kartoffeln notiert?
Kartoffeln wird je 100 kg an den europäischen Börsen notiert — der traditionellen, auf dem Doppelzentner basierenden Einheit, die in der EU-Agrarpreisbildung verbreitet ist. Die Einheit macht die Umrechnung je Tonne und je Kilogramm einfach.
Bei 2,40 $ je 100 kg ist eine Tonne 24,00 $ wert und ein Kilogramm 0,0240 $. Der Großteil des internationalen Großhandels bezieht sich heute auf die metrische Tonne, doch die 100-kg-Einheit besteht an den EU-Spotmärkten fort.
Was treibt den Preis von Kartoffeln?
Das nordwesteuropäische Wetter ist der wichtigste Treiber des Kartoffelmarktes. Rund 60 % der EU-Kartoffelernte stammen aus sechs Ländern: den Niederlanden, Deutschland (~10 Mt), Frankreich, Belgien, Spanien und Polen. Kartoffeln haben flache Wurzeln, einen hohen Wasserbedarf, und die Knollenbildung im Hochsommer ist besonders empfindlich gegenüber Dürre und anhaltender Hitze. Frühjahrsfrost kann den Aufgang in den Wochen nach der Pflanzung verringern, während eine Hitzewelle im Juli und August die Knollengröße und den Stärkegehalt senken kann. Beides kann den EEX-EAPO-Preis rasch anheben. Marktteilnehmer verfolgen genau die wöchentlichen Ernteberichte der NEPG (North-Western European Potato Growers — der gemeinsame Verband für die Niederlande, Belgien, Frankreich und Deutschland) und die Großhandelspreisveröffentlichungen des belgischen Belgapom, weil diese auch die tatsächlichen Beschaffungspreise der Verarbeiter prägen.
Der zweite wichtige Faktor ist die Nachfrage der Pommes-frites-(Frites-)Verarbeiter. Vier große Gruppen dominieren die europäische und nordamerikanische Verarbeitungsindustrie: Kanadas McCain Foods, der weltgrößte Tiefkühlkartoffelproduzent (in Privatbesitz, ohne börsennotierte Aktien); das US-amerikanische Lamb Weston (LW), das größte börsennotierte reine Kartoffelunternehmen; das US-amerikanische J.R. Simplot (in Privatbesitz), einer der wichtigsten Pommes-frites-Lieferanten von McDonald's; und die niederländische Gruppe Aviko, eine Tochtergesellschaft der Genossenschaft Royal Cosun. Diese Verarbeiter sichern sich einen Teil der Produktion der Erzeuger über langfristige Festpreisverträge, kaufen den Rest aber am Spotmarkt, wo EEX-Preise und NEPG/Belgapom-Notierungen die Referenzpunkte sind. Die globale Expansion der QSR-(Quick-Service-Restaurant-)Ketten — McDonald's, Burger King, KFC und Wendy's — stützt die strukturelle Nachfrage nach Tiefkühl-Pommes.
Die dritte Gruppe von Treibern sind Substitutkulturen und Pflanzentscheidungen. Landwirte entscheiden jedes Jahr, wie sie die verfügbare Ackerfläche aufteilen. Kartoffeln konkurrieren typischerweise mit Getreide, vor allem Weizen und Mais, um die Feldfläche. Sind die Getreidepreise (Euronext-Weizen, CBOT-Mais) hoch, verlagern sich viele Erzeuger wegen höherer Margen und geringeren Arbeitsbedarfs hin zu Getreide. In den letzten Jahren ist die Kartoffelfläche in mehreren EU-Mitgliedstaaten anhaltend rückläufig, darunter die Niederlande und Belgien. Höhere Dünger- und Pflanzenschutzkosten, Wasserregulierung und Dürreempfindlichkeit spielen alle eine Rolle. Ein vierter beobachtenswerter Faktor sind die russischen und belarussischen Winterbestände. Obwohl diese Länder einen erheblichen Anteil der globalen Produktion ausmachen (Russland ~17 Mt), gehen ihre Exporte vor allem in die GUS-Region und nach Zentralasien und beeinflussen den EU-Markt wegen politischer und Sanktionsrisiken nur indirekt.
Wie können Anleger am Kartoffelmarkt teilnehmen?
Es gibt relativ wenige Wege, ohne physischen Besitz ein Engagement am Kartoffelmarkt zu erhalten. Deutsche Privatkundenbroker wie XTB und eToro bieten typischerweise keine Kartoffel-CFDs an, weil die Liquidität im EEX-EAPO-Kontrakt viel geringer ist als bei Weizen, Mais oder Sojabohnen. Es gibt auch keinen reinen Kartoffel-ETF. Ein deutscher Privatanleger erhält ein indirektes Engagement vor allem über Aktien der Verarbeitungsindustrie: Das US-amerikanische Lamb Weston (LW) ist an der NYSE gelistet und der zweitgrößte Tiefkühlkartoffelproduzent der Welt; McCain Foods aus Kanada und J.R. Simplot aus den USA sind Privatunternehmen, und ihre Aktien sind nicht börsennotiert; die niederländische Gruppe Aviko ist eine Genossenschaftstochter von Royal Cosun und ebenfalls nicht börsennotiert. Zwei regulierte Broker, bei denen kartoffelbezogene Aktien und ein breiteres Agrar-Engagement verfügbar sind:
30-Tage-Preisverlauf
Chart und tägliche Schlusskurse
Täglicher Schlusskurs
30 Handelstage
| Datum | Preis (USD) | Preis (EUR) | Tagesveränderung |
|---|---|---|---|
| 29. Mai 2026 | 2,40 $ | 2,04 € | ▼ −87,03% |
| 2. Mai 2026 | 18,50 $ | 15,73 € | — |