Monatliche Dividenden-Aktien: 14 Titel, 12×/Jahr

Martin Krpenský Redaktionell geprüft
Veröffentlicht Aktualisiert 3 Min. Lesezeit
14 Aktien, die eine monatliche Dividende zahlen
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Die meisten Aktiengesellschaften schütten ihre Dividende quartalsweise, halbjährlich oder einmal im Jahr aus. Es gibt aber eine Gruppe von Unternehmen, die den Gewinnanteil jeden Monat überweisen — zwölfmal im Jahr, im selben Rhythmus, in dem auch Miete oder Kreditrate fällig werden.

Für Anleger, die aus dem Depot entnehmen, bedeutet das vor allem eines: Das Geld kommt regelmäßig, ohne Warten auf den Quartalstermin und ohne dass ein Teil der Position verkauft werden muss. Hinter dieser Regelmäßigkeit steht allerdings ein bestimmtes Geschäftsmodell und nicht die Großzügigkeit des Managements.

Welche Unternehmen jeden Monat ausschütten

Die Tabelle ordnet die Unternehmen nach Marktkapitalisierung. Die Rendite ist eine Jahresrendite — also die Summe der zwölf Monatszahlungen bezogen auf den aktuellen Aktienkurs.

Aktien mit monatlicher Dividende
SpolečnostCenaDividendaVýnosTržní kap.Burza
Realty IncomeO63,87 USD3,25 USD5,09 %59,56 mld. USDNYSE
Banco BradescoBBD3,61 USD0,17 USD4,81 %38,16 mld. USDNYSE
Pembina PipelinePBA48,93 USD2,09 USD4,28 %28,45 mld. USDNYSE
STAG IndustrialSTAG38,26 USD1,55 USD4,05 %7,53 mld. USDNYSE
AGNC InvestmentAGNC10,66 USD1,44 USD13,53 %12,41 mld. USDNasdaqGS
Agree RealtyADC77,80 USD3,20 USD4,12 %9,37 mld. USDNYSE
Apple Hospitality REITAPLE16,51 USD0,96 USD5,81 %3,90 mld. USDNYSE
Main Street CapitalMAIN54,41 USD4,38 USD8,05 %5,06 mld. USDNYSE
EPR PropertiesEPR62,07 USD3,72 USD5,99 %4,76 mld. USDNYSE
Prospect CapitalPSEC2,13 USD0,50 USD23,42 %1,07 mld. USDNasdaqGS
SL Green RealtySLG52,93 USD2,52 USD4,77 %4,08 mld. USDNYSE
ARMOUR ResidentialARR16,47 USD2,88 USD17,49 %2,33 mld. USDNYSE
Ellington FinancialEFC13,28 USD1,56 USD11,75 %1,69 mld. USDNYSE
Orchid Island CapitalORC6,49 USD1,36 USD20,96 %1,30 mld. USDNYSE

Kurzy jsou orientační, se zpožděním.

Warum das vor allem REITs und BDCs schaffen

Auffällig viele Namen auf der Liste fallen in zwei Kategorien, und das ist kein Zufall.

REIT (Real Estate Investment Trust) ist eine US-amerikanische Rechtsform für Immobiliengesellschaften. Um ihre steuerliche Begünstigung zu behalten, muss sie nach dem US-Steuerrecht mindestens 90 % des steuerpflichtigen Gewinns an die Aktionäre ausschütten. Ihre Einnahmen bestehen dabei aus Mieten, die monatlich eingehen — das Unternehmen reicht also im Grunde nur weiter, was es selbst bekommt. Realty Income, STAG Industrial, Agree Realty, EPR Properties und SL Green arbeiten nach diesem Muster.

BDC (Business Development Company) ist eine US-Gesellschaftsform, die kleineren und mittleren Firmen Kapital leiht und von den Zinsen lebt. Für sie gilt eine ähnliche Regel zur Gewinnausschüttung, und auch Zinsen fließen in festen Abständen. Zu dieser Gruppe gehören Main Street Capital und Prospect Capital.

Der Rest der Liste besteht aus Hypotheken-REITs und Infrastrukturunternehmen. Das Prinzip bleibt dasselbe: Stabile wiederkehrende Einnahmen auf der einen Seite erlauben stabile wiederkehrende Auszahlungen auf der anderen.

Hohe Rendite gibt es nicht umsonst

Die Renditen in der Tabelle unterscheiden sich um ein Vielfaches, und dahinter stehen unterschiedlich hohe Risiken. Unternehmen im Bereich von vier bis fünf Prozent vermieten meist physische Immobilien mit langfristigen Verträgen. Die höchsten Werte gehören Hypotheken-REITs, die hypothekenbesicherte Wertpapiere auf Kredit kaufen. Ihr Gewinn hängt vom Abstand zwischen kurzfristigen und langfristigen Zinsen ab, und schrumpft dieser Abstand, sinkt die Dividende als Erstes.

Eine monatliche Zahlung ist außerdem keine Verpflichtung. Die Dividende lässt sich jederzeit kürzen oder ganz streichen, und bei Unternehmen aus dieser Liste ist genau das in der Vergangenheit mehrfach passiert. Eine hohe Prozentrendite kann auch schlicht die Folge eines Kurseinbruchs sein statt einer steigenden Ausschüttung. Deshalb lohnt der Blick auf den absoluten Dividendenbetrag neben dem Prozentwert.

Wann das Geld tatsächlich ankommt

Der Anspruch auf die Dividende richtet sich nach dem Stichtag, nicht nach dem Zahltag. Wer die Aktie erst am Stichtag oder danach kauft, erhält die nächste Zahlung nicht mehr. Zwischen Stichtag und Gutschrift vergehen meist einige Wochen, und bei ausländischen Aktien geht von der Ausschüttung eine Quellensteuer im Sitzland des Unternehmens ab. Bei US-Titeln senkt das Doppelbesteuerungsabkommen den Satz für in Deutschland ansässige Anleger von 30 auf 15 Prozent, sofern dem Broker das Formular W-8BEN vorliegt. Diese 15 Prozent lassen sich in der Regel auf die deutsche Abgeltungsteuer anrechnen.

Die Angaben in der Tabelle sind Richtwerte und ändern sich mit dem Aktienkurs und mit der Entscheidung des Managements über die nächste Ausschüttung.

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