Der Broker XTB hat seine Sparpläne umgebaut, also die automatisierten regelmäßigen Käufe. Bisher arbeiteten die Pläne ausschließlich mit ETFs, jetzt nehmen sie auch einzelne Aktien auf, und vorgefertigte Vorlagen sind dazugekommen. Der deutsche XTB-Blog stellte das Paket am 10. Juli 2026 als „Sparplan-Upgrade” vor.
| Neuerung | Detail |
|---|---|
| Aktien im Sparplan | erstmals neben ETFs, in einen Plan passen einzelne Unternehmen, ETFs oder ein Mix aus beidem |
| Auswahl | mehr als 3.400 Aktien und 1.800 ETFs |
| Vorgefertigte Sparpläne | global diversifizierte Pläne mit unterschiedlichen Risikoprofilen |
| Sektorenpläne | globale Aktienportfolios zu bestimmten Sektoren und Zukunftstrends |
| Mindestinvestition | ab 15 Euro pro Plan, je nach Instrumenten und Gewichtung auch mehr |
| Parallele Pläne | bis zu 10 gleichzeitig |
| Gebühren | 0 % Kommission bis 100.000 Euro Handelsvolumen im Monat |
Aufteilung eines Sparplans auf einzelne Positionen, nachgezeichnet nach der Oberfläche von XTB.
Was Anleger tatsächlich bekommen
Die Einrichtung bleibt ein einmaliger Schritt. Der Anleger legt Zusammensetzung, Betrag und Rhythmus fest, danach kauft das System ohne weiteres Zutun ein. Die Einstiegshürde ist niedrig: 15 Euro pro Plan, bis zu zehn Pläne dürfen parallel laufen. Wer nicht selbst zusammenstellen will, greift zu einer vorgefertigten Vorlage — von global gestreuten Plänen mit unterschiedlichen Risikoprofilen bis zu Sektorenplänen für einzelne Branchen und Zukunftstrends. Aus den fertigen Portfolios nennt der Blog bisher ein Beispiel, einen Korb aus Dividendentiteln.
Wo das Angebot an Grenzen stößt
Die 15 Euro sind ein Ab-Wert. XTB weist selbst darauf hin, dass das Minimum je nach gewählten Instrumenten und deren Gewichtung höher ausfallen kann.
Welche Branchen die Sektorenpläne genau abdecken, führt die Produktseite nicht auf. Sie bleibt bei der Formel „bestimmte Sektoren und Zukunftstrends”, die genaue Zusammensetzung der Vorlagen steht dort nicht.
Sektorenpläne liefern zudem das Gegenteil von Streuung. Wer auf eine einzelne Branche setzt, hält eine konzentrierte Wette, auch wenn sie als fertiges Paket daherkommt.
Die Automatik läuft, bis der Anleger selbst eingreift. Gekauft wird nach den eigenen Vorgaben, unabhängig davon, was an den Märkten passiert.
Und der Umbau ist sichtbar frisch. Im Menü der deutschen XTB-Startseite steht beim Sparplan-Eintrag noch der alte Hinweis auf ein Investieren „auf Basis von ETFs”, während die Produktseite längst die neue Version beschreibt.
Unsere Einschätzung
Das Upgrade zielt auf zwei Gruppen zugleich. Vorgefertigte Pläne senken die Schwelle für Einsteiger, die keine Fonds auswählen wollen, Aktien im Sparplan geben erfahreneren Anlegern die Möglichkeit, die eigene Strategie zu automatisieren. Der eigentliche Punkt steckt in der Kombination aus niedrigem Minimum und Betrieb ohne Zutun: 15 Euro halten einen Plan am Laufen, und gerade bei kleinen regelmäßigen Beträgen entscheidet, dass die Käufe nicht an der Disziplin des Anlegers hängen. Aus der Logik der Vorlagen fallen die Sektorenpläne heraus, sie bieten statt Risikostreuung deren Konzentration an.
Für wen sich der Umbau eignet und für wen nicht
Das Angebot passt vor allem zu Anlegern, die regelmäßig kleinere Beträge zurücklegen und ihre Käufe ohne weitere Entscheidungen erledigt haben wollen. Es dient auch Investoren mit klarer Meinung, die den Nachkauf bestimmter Aktien automatisieren möchten. Wenig gewinnt, wer vor dem Start genau wissen will, was in den fertigen Vorlagen steckt, denn die Website bleibt bei den Sektorenplänen bei allgemeinen Angaben. Und wer zu einem Sektorenplan greift, kauft kein breit gestreutes Portfolio, sondern eine enge Position in einer einzelnen Branche.